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Mit dem Beach Buggy fing das Abenteuer
an
30 Jahre ist es her,dass Jürg Weinem
den Handelsregistereintrag für seine automobilen Tätigkeiten
beantragte.
Er und seine Frau waren anfangs 1972 Pächter einer Tankstelle
in Thalwil.Diese Tätigkeit füllte ihn (voller Tatendrang)
nur bedingt aus.
Etwas Spezielles war angesagt:der Beach Buggy.
Viele heutige
GTI-Fahrer wollten sich so einen Strandwagen auf VW-Käfer-Basis
selber bauen oder kaufen.
Da bei Weinem nur eine Garagenbox zur Verfügung stand,wurde
das Chassis in dieser hergerichtet.Die Karosse mit Armaturenbrett
und Beleuchtung jedoch entstand im Wohnzimmer,und zwar im
2.Stock.
So entstand der erste G.P.-Beach Buggy.Alle sechs Wochen fuhr
der Garagist mit seinem Kleinlaster nach England und kaufte
zehn Beach Buggy-Bausätze mit Zubehör.Die Firma
drohte langsam aus allen Nähten zu platzen,also mussten
neue Räumlichkeiten her.Man fand sie in Horgen, Seestrasse
202.
Im Untergeschoss waren 330 m2 frei -
ideal für Jürg Weinem.Die Buggys wurden in Kleinserie
hergestellt.
Insgesamt verliessen rund 250 Bausätze und Fertigmodelle
die Werkstatt in Horgen.
Der Boom war aber so schnell vorbei
wie er gekommen war.Weinem inserierte dann unter der Rubrik
"Reparaturen
aller Marken" und reparierte.die Behörden stellten
ihn aber vor grosse Probleme,weil die 70 Meter entfernte
Garagenkonkurrenz mit einer zusätzlichen Werkstatt nicht
einverstanden war... Der Rest des Gebäudes stand leer
und so hiess es von Vermieterseite:Die ganze Fläche mieten
oder raus!also wurden 1100 m2 gemietet.
Die Oelkriese näherte sich mit Riesenschritten und 12
autofreie Sonntage wurden angesagt.Die Autoreparaturaufträge
kamen immer spärlicher und das harte erarbeitete Kapital
schwand sehr schnell.Die Suche nach einer Autovertretung,
die in Horgen noch nicht existent war,ging los.
1978 kam Citroen ins Spiel.Die Buggy Montagehalle wurde in
einem Showroom umgebaut.Im oberen Stock entstand
die Werkstatt mit fünf Arbeitsplätzen und Waschraum.
Es ging rapide aufwärts und 16 Leute konnten beschäftigt
werden.Neben Verkauf und Reparaturen gab es eine
Spenglerei und eine Malerei mit modernster Einbrennkabine.Die
Liebe zu alten und ausgefallenen Farzeugen verliess
Jürg Weinem aber nie.Er machte sich Weltweit einen Namen
mit seinen Cobra Replicas,konstruierte selber die Chassis
und liess sie bei der EMPA (Eidgenössische Materialprüfungs-
und Forschungsanstalt) prüfen.Bei der Rennwagenshow
in Zürich oder am Automobilsalon in Genf war Jürg
Weinem natürlich auch als Aussteller vertreten und bot
sein
Wissen und seine Produkte an.
Nach 17 Jahren kam die Kündigung
des Vermieters der Liegenschaft,denn die Computerbranche zahlte
bessere Mieten für dieses ausgefallene Gebäude.
Mehrere Versuche,Land für einen
Garagenbetrieb zu finden,schlugen fehl.
Die Gemeinde Horgen reichte da die Hand und in der Industriezone
Oberdorf konnte eine genügend grosse Parzelle erworben
werden.Das Geschäftshaus entstand nach der Idee von Jürg
Weinem.
Im Parterre,rund 550 m2,werden auf
fünf Liftplätzen Autos repariert.Im ersten Stock
befindet sich Spenglerei und Malerei.Es werden Lacke auf Wasserbasis
(sehr umweltfreundlich) verarbeitet.Ein Showroom im zweiten
Stock gibt dem Kunden das Gefühl,dass sein Auto bestens
gepflegt und versorgt wird.
Ein gut funktionierender Abhol-und Bringservice sowie Ersatzwagen
lassen schnell vergessen,dass die
Weinem Automobile nicht im Herzen von Horgen liegt.
Seit einigen Jahren hat Citroen bewiesen,dass ihre verschiedenen
Modelle nicht nur extravagant und technisch
hochstehend sind,sondern auch den harten Alltag klaglos bewältigen.
Mehr als 30 Jahre liegen hinter der Idee von Jürg Weinem,eine
Firma zu schaffen "rund ums Auto"
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